Wurzeln der Spaltung

Gewerkschafter: Nicht Arschkriecher, sondern Arschtreter!Jahresrückblick: Der 2014 im DGB ausgebrochene Konflikt über das Gesetz zur »Tarifeinheit« hat tiefere Ursachen, sowohl ökonomische als auch ideologische. Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 30.12.2014 externer Link. Aus dem Text: „… Warum beharrt die IG-Metall-Spitze dennoch auf der Unterstützung von Nahles´ Gesetzentwurf? Zum einen sieht sie sich wohl in der Pflicht, sich als »verlässlicher Sozialpartner« zu präsentieren, der zu seinen Versprechen steht. Zum anderen scheint hier die Konkurrenz zu ver.di ausschlaggebend zu sein. Diese beschränkt sich nämlich nicht auf politisch-ideologische Differenzen. Es geht auch um Macht, Einfluss und Beitragszahler. Angesichts zunehmender Auslagerungen und schrumpfender Stammbelegschaften in der Industrie hat die IG Metall einen »neuen Betriebsbegriff« entwickelt. »Alles, was zur Wertschöpfungskette eines Endprodukts gehört, muss in unserem politischen Fokus sein«, forderte Detlef Wetzel vor seiner Wahl zum Ersten Vorsitzenden Ende 2013. (…) All das spricht Bände über das Selbstverständnis dieser Gewerkschaftsführer. Was für sie zählt, sind Mitglieder, also Beitragszahler, die die Apparate finanzieren. Als Klassenorganisationen – die die Interessen aller abhängig Beschäftigten vertreten und deren Spaltung durch das Kapital möglichst umfassend bekämpfen – sehen sie die Gewerkschaften nicht.“

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=72623
nach oben