Ende der Netzneutralität: Telekom-Chef will Startups zur Kasse bitten
„… Telekom-Chef Tim Höttges hat eine Idee, wie man den vom EU-Parlament abgenickten Kompromiss zur Netzneutralität mit Leben füllen kann: Startups, die ihre Dienste auf dem weltweiten Netz anbieten, beteiligen dafür die Netzbetreiber an ihren Umsätzen. „Ein paar Prozent“, schreibt Höttges im Telekom-Blog, seien „ein fairer Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur“…“ Beitrag von Volker Briegleb bei heise online vom 29. Oktober 2015 . Siehe dazu:
- Fefe weist in seinem Blog (Eintrag vom 29. Oktober 2015)
zurecht darauf hin, dass der Netzausbau übrigens aus Steuergeldern finanziert wurde
- Und selbst die Welt findet – wenngleich ideologisch „korrekt“ mit Rekurs auf den Kapitalismus-Theoretiker Adam Smith und die Gefahren für den Digitalstandort Deutschland und Europa – deutliche Worte gegen die Entscheidung des EU-Parlaments. „Warum wir die Datenautobahn verstaatlichen müssen“ heißt der Beitrag von Christoph Lauer am 29. Oktober 2015 bei der Welt online
, der mit diesen Worten beginnt: „Das Europäische Parlament hat eine Verordnung erlassen, die faktisch die Netzneutralität abschafft. Das ist gefährlich und dumm. Künftig werden wir für schlechten Service sehr viel zahlen müssen…„Wir erinnern aus diesem Anlass an unseren alten aber nicht verjährten Vorschlag „Demokratisieren statt Privatisieren“. Aktualisierte Überlegungen der Redaktion LabourNet Germany vom Dezember 2008
- zum Hintergrund den Beschluss des EU-Parlaments vom 27. Oktober 2015 gegen die Netzneutralität im Dossier „Die Netzneutralität ist in Gefahr – Rette das Internet!“
- Auch früher hat sich die Telekom bereits als „Drosselkom“ hervorgetan – siehe dazu unser Dossier “ Drosselkom und Netzneutralität“ bis zum 1. November 2013