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Der Kongress des südafrikanischen Gewerkschaftsbundes COSATU: Schamlos. Bis zum Ende?
Der Gewerkschaftstag der COSATU, der am Donnerstag nach vier Tagen zu Ende ging, hatte zur Hauptaufgabe, die Wiederformierung nach dem Ausschluss der größten Einzelgewerkschaft NUMSA (Metaller, siehe unsere spezielle Rubrik COSATU-Spaltung) und dem bevorstehenden Austritt anderer Einzelgewerkschaften – Wiederformierung wohlgemerkt als Teil der regierenden Dreierallianz mit dem ANC und dessen Juniorpartner KP Südafrika. Dass dies in verschiedener Hinsicht schwierig werden wird, zeigte sich im Verlauf der vier Tage vor allen Dingen an zwei Ereignissen. Zum ersten und wichtigsten: Die COSATU Delegierten schämten sich nicht einmal dafür zu beschliessen, dass die Gewerkschaföderation einen gewissen Herrn Cyril Ramaphosa unterstützen werde in seinen Bestrebungen, Nachfolger von Jacob Zuma als ANC-Vorsitzender (und damit automatisch: Präsidentschaftskandidat) zu werden. Derselbe Mann also, der nicht nur als der reichste Afrikaner Südafrikas gilt, sondern – und vor allem – heftigst beteiligt war an der Polizeiorder, die Streikenden von Marikana „mit allen Mitteln“ (also Dutzendweise totschießen) unter Kontrolle zu bringen. Den Schlächter der Bergarbeiter als Präsidentschaftskandidat zu unterstützen: Kann eine Gewerkschaft tiefer sinken? In der Artikelsammlung „Cosatu affiliates endorse Ramaphosa to lead alliance“ am 25. November 2015 bei den South Africa Labour News
sind mehrere Beiträge zu diesem politischen und moralischen Tiefpunkt gesammelt. Siehe dazu auch drei weitere aktuelle Beiträge zum Kongress der cOSATU – insbesondere zum Auftritt der Arbeitsministerin, die dem Kongress den zweiten Tiefpunkt bescherte:
- „Oliphant accuses Cosatu of partnering with labour brokers“ von Hlengiwe Nhlabathi am 25. November 2015 in der City Press
, worin berichtet wird, wie die ausgesprochen reaktionäre ANC-Arbeitsminsiterin Oliphant den COSATU Kongreß zum Schweigen brachte: Indem sie die Kampagne der COSATU gegen Labour Brokers (Zeitarbeitsfirmen) in Frage stellte mit konkreten Informationen über Investitionen von COSATU-Gewerkschaften in solchen Unternehmen – dumm gelaufen für die Bürokraten
- „Cosatu’s in crisis, but that doesn’t mean workers’ movement’s in crisis“ von Katie Kilpatrick am 19. November 2015 bei news24
, worin am Vorabend des Gewerkschaftstages ausführlich verschiedene Aspekte der aktuellen Krise der cOSATU behandelt werden -und unterstrichen, dass dies nichts mit einer Krise der Arbeiterbewegung zu tun habe, die ihren Protest gegen die kapitalistische Lebenswirklichkeit Südafrikas permanent fortsetze
- „Cosatu Congress: Fifty shades of irony as Ramaphosa’s flag is raised“ von Ranjeni Munusamy am 25. November 2015 im Daily Maverick
– ein ausführlicher und sehr lesenswerter Kommentar zum Beschluss der Unterstützung von Ramaphosas Kandidatur, der, wie der Titel verspricht, zahlreiche Facetten der Ironie über die Gewerkschaftsbürokratie ausbreitet
- Siehe dazu auch: „Wie sich die südafrikanische Gewerkschaftsbewegung verändert“ am 09. November 2015 im LabourNet Germany