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In Spanien ist Kaspertheater, spielen jetzt Terrorismus…
Nach 5 Tagen Haft sind sie wieder frei: Zwei Puppenspieler, die in der spanischen Demokratur festgenommen worden waren, weil sie ein ETA-Emblem auf der Bühne hatten. Und sowieso in einem „terroristischen Propagandastück“. Autor des Stückes, an dem sich die Aufführung orientiert hatte, war ein allseits bekannter (das wusste schon der Herr Franco vor 80 Jahren) Terrorist namens Garcia Lorca. Sie sind – einstweilen – frei, weil keine Fluchtgefahr bestünde, so ein Gericht, das ihnen aber Meldebestimmungen auferlegte: „So geschah es in diesem Karneval am vergangenen Freitag in der Hauptstadt Madrid. Die „Títeres desde Abajo“ (Handpuppen von unten) gaben vor einem jungen Publikum im Stadtteil Tetúan eine Aufführung des Stücks „La bruja y Don Cristóbal“ (Die Hexe und Don Cristóbal). Das ist, so zeigt ihr Programm, eigentlich für Erwachsene gedacht. Einigen Eltern passte es gar nicht, dass in dem Stück auch statt des „Bösewichts“ plötzlich der Richter an den Galgen kam, der ihn für ersteren vorgesehen hatte. Dass zudem ein Polizist sein Leben verlor und eine Nonne vergewaltigt worden sei, darüber waren anwesende Eltern alles andere als begeistert, die allerdings im Vorfeld gewarnt wurden, dass das Stück auch brutale Szenen zeige. Eltern riefen Lokalpolizei herbei, als auch noch ein Plakat im Puppentheaterfenster auftauchte, auf dem zu lesen war: „Gora Alka-ETA“ (Hoch lebe Alka-ETA). Dann kann es sich ja nur noch um Terrorismus, Verherrlichung und keinesfalls um Satire, Humor, Karneval oder Meinungsfreiheit handeln. Doch dafür gingen noch vor einem Jahr fast alle auf die Straße und erklärten: „Je suis Charlie Hebdo““ – aus dem Beitrag „Puppenspieler in Spanien sollen Terroristen sein“ von Ralf Streck am 09. Februar 2016 bei telepolis
, worin auch der Zusammenhang mit Anklagen gegen die Aktiven des Generalstreiks 2012 und der „8 von Airbus“ aus Getafe Thema sind. Siehe dazu auch weitere aktuelle Beiträge, auch über die zahlreichen Reaktionen aus demokratischen Kreisen:
- „Concentraciones en decenas de ciudades del Estado español para exigir libertad de los titiriteros“ am 10. Februar 2016 bei kaosenlared
ist zugleich Kurzbericht und Vorschau auf und über Protestaktionen gegen diese Festnahmen (auch nach der „Freilassung“) in Dutzenden Städten quer durch ganz Spanien
- „La Unión de Actores se suma a las peticiones de libertad inmediata para los titiriteros encarcelados“ am 09. Februar 2016 bei kaosenlared
ist die Dokumentation der Stellungnahme der Gewerkschaft der SchauspielerInnen – auch als Beispiel zahlreicher gewerkschaftlicher Stellungnahmen – gegen die Festnahme der Puppenspieler
- „Libertad ya para „Titiriteros desde abajo““ am 08. Februar 2016 bei La Haine
ist die Stellungnahme der Red Roja zur Festnahme, mit der dieses Netzwerk, wie zahlreiche andere linke Gruppierungen und Zusammenschlüsse auch, die sofortige Freilassung der beiden Verhafteten fordert
- „Crisis en Ahora Madrid por la actitud del Ayuntamiento ante la detención de los titiriteros“ von Diego Lotito am 10. Februar 2016 in La Izquierda Diario
ist ein Beitrag über die Auseinandersetzungen, die die Stellungnahme der Bürgermeisterin Madrids zur Festnahme der Puppenspieler bei der (siegreichen) Liste hervorgerufen hat – sie hatte sich von der Festnahme nicht ernsthaft distanziert, was viele aus den Reihen etwa von Podemos oder der IU heftig kritisiert haben…