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kmii/hanau
BeitragVerfasst am: 12.03.2006, 02:45  Antworten mit Zitat
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Beginn am Samstag, 29.04.2006

14:00 – 15:30 Uhr: Auftakt der Internationalen Versammlung Migration und Prekarisierung - „die kosten rebellieren II“

Werkzeuge – Kämpfe – Forderungen
In großen wie in kleinen Kämpfen kommen verschiedene Werkzeuge für die Durchsetzung der jeweiligen Forderungen zum Einsatz: Streik, Kampagnen, Organizing, Mapping …. Welche Erfahrungen mit diesen Werkzeugen wurden in so unterschiedlichen Kämpfen wie Gate Gourmet, Lidl, Deportation Class, Agenturschluss, Justice for Janitors und Euromayday gemacht? Und welche Handlungsperspektiven eröffnen die Forderungen nach Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung und bedingungslosem Grundeinkommen? Also eine Befragung der eingesetzten Mittel und eine (An-)Diskussion der politischen Forderungen.
Moderation und Ansagen von Glocals Hanau, labournet, Kanak Attak, Frankfurter Arbeitslosenzentrum, OrKa, kein mensch ist illegal

Die Kosten schweifen umher

Workshop-Phase I:
16:00 – 18:15 h
1. Utopie zwischen Symbolik, Verzweiflung und Status Quo
Widerstand.Aneignung. Selbstermächtigung.
Kleine Streiks ganz groß. Der Opel im Ruhrstadion. Der Zaun steht in Halberstadt und Ceuta. Fashion – keine Frage des Geldes. Bedingungsloses Grundeinkommen ist Schlagzeile im Wirtschaftsmagazin.
Diskutanten: SoFa – soziale Fantasie und Bewegung ( Willi Hayek), Gate Gourmet-Streikende/Unterstützungsgruppe, N.N, Netzwerk Grundeinkommen, Aktionsbündnis Sozialproteste, Umsonst-Kampagnen.

2.Grundeinkommen ohne Grenzen?
Bedingungslos für wen? Migrantisch durchkreuzt? Realpolitisch und/oder visionär? Gestaffelt von Land zu Land oder als offene Staatsbürgerschaft in Europa? Wo beginnt oder wo endet Europa?
Moderation und Inputs: Attac/Genug für Alle; Verdi Baden-Württemberg(angefragt); Baladre/Spanien, kein mensch ist illegal/Hanau;

3. Prekarisierung - Geschlecht - Migration
Die Arbeitsteilung von Produktion/Reproduktion und ihre Auswirkungen auf Geschlechterverhältnisse sind wesentliches Merkmal kapitalistischer Vergesellschaftung.
- Inwiefern ändern sich Geschlechterverhältnisse durch Prekarisierung der Arbeit - entlang welcher Linie verlaufen alte und neue Spaltungen
- inwiefern haben Migranten, Migrantinnen und Frauen spezifische Formen der Bearbeitung prekärer Lebensverhältnisse entwickelt?
Susanne Spindler, Respect, Attac Migrations-AG, Attac, Agisra

4. Arbeit um jeden Preis?
Die breit durchgesetzte angebliche Alternativlosigkeit der lohnabhängigen Arbeit hat uns erpressbar gemacht. Aktuell zeigt sich, wie jeder Kampf um Ausbeutung und jeder Verzicht diese Erpressbarkeitsspirale verstärken.In wieweit und unter welchen Voraussetzungen können Forderungen nach Mindestlöhnen und Arbeitszeitverkürzungen bzw. nach "Grundeinkommen/Existenzgeld" diese Erpressbarkeit mindern? Und noch wichtiger: welche dieser Forderungen können helfen, über diese „Alternativlosigkeit“ der lohnabhängigen Arbeit und des kapitalistischen Systems hinauszuweisen?
Anne Eberle, Runder Tisch der Erwerbslosen- und Sozialhilfeorganisationen; Mag Wompel (Labournet Germany e.V.); Judit Wlaschatz (attac) Schweiz; Luis Carmona Ortiz (BALADRE)

20:00 – 22:15 h Zentrale Abendveranstaltung:
Der Sturm auf die Zäune und Tomaten auf den Augen
Globale Rechte vs. Globale Apartheid
Die marokkanisch-spanische Grenze markiert eines der größten Wohlstandsgefälle der Welt. Viele, die den Sprung nach Europa schaffen, erwarten mieseste Ausbeutungsbedingungen? Sind die Ausgrenzung und Illegalisierung, Spaltung und Prekarisierung Teil eines neuen Apartheidregimes, das jedoch auf verschiedenen Ebenen attackiert wird?
Diskussionsveranstaltung mit Referat des Europäischen Bürgerforums und einem Kommentar von Manuela Bojadzijev (kanak attak)


Sonntag, 30.04.2006
Workshop-Phase II
10:30 – 12:30 h

1. Unorganisierbare organisieren (sich selbst) – Wunsch oder in Wirklichkeit unerwünscht?
Mit welchen Mitteln arbeiten Sie?
Fragen an: IG-BAU-Leute vor Ort, StudentInnenproteste (Dissident Marburg), DGB-Jugend, Organizing-Projekt HH/Lidl-Kampagne, IGA(Interprofessionelle Gewerkschaft der ArbeiterInnen Basel)

2. Mindestlohn zwischen Protektionismus und Migration
Wer schützt wen vor was? Entsendegesetz gegen Lohndumping? Gleicher Lohn am gleichen Ort für gleiche Arbeit? Bei ungleichem Zugang zum Arbeitsmarkt? Oder: wer wandert warum gegen das Ausbeutungsgefälle?Und zu welchem Preis?
Moderation und Inputs: Redaktion Express; Europäischer Verband der Wanderarbeiter; Kanak Attak

3. Neue Gewerkschaften braucht das Land? Gewerkschaften aus der Sicht von Streikenden, Erwerbsloseninitiativen und Illegalisierten
Aus konkreten tariflichen und betrieblichen Erfahrungen heraus soll den Fragen nachgegangen werden: Welche Erwartungen können realistisch an die traditionellen Gewerkschaftsstrukturen gestellt werden? Muss und kann pragmatisch zwischen den unterschiedlichen Ebenen unterschieden werden (Betrieb, Bezirk, Bundesvorstand)? Wie könnten zeitgemäße, alternative Organisierungsstrukturen der Lohnabhängigen aussehen?Brauchen wir neue Gewerkschaften oder ergänzende (dezentrale)Strukturen/Vernetzungen?
Streikende von Gate Gourmet/Unterstützungsgruppe; Aktionsbündnis Sozialproteste; Respect(?)/Gesellschaft für Legalisierung (?), BaSo, Peter Birke, LabourNet Germany

4. Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Selbstorganisation – Kämpfe für
eine soziale Infrastruktur
Welche Formen der Selbsthilfe können dabei helfen, Räume für politische Kommunikation und parteiliche Beratung (zurück-) zu erobern? Wie kann Einsicht in die gesellschaftlichen Ursachen der Massenarbeitslosigkeit zu wirksamer Bewusstseinsbildung führen? Welche Beispiele gibt es für die Entwicklung gemeinsamer politischer Forderungen oder welche praktischen Formen sozialer Ökonomie gibt es zur Daseinbewältigung? (z. B. Infopunctos, Stadtteilläden, Land- und Hausbesetzungen, Tauschringe, Umsonstläden,)? Welche länderspezifischen Widerstands- und Kampfformen sind gemeinsam anwendbar?
Ingrid Wagner LEA ver.di Baden-Württemberg; Manuel Saez Bayona, Vanesa Izquierdo Sanchez (BALADRE); N.N., Argentinien; N.N., Brasilien, N.N. Frankreich

5. Bewegung braucht Räume
Suchprozesse zwischen Beratungs-, Sozial- und Workers-Center
Soziale Bewegungen spüren allerorten, dass politische Organisation von unten nicht nur Raum in den Köpfen braucht, sondern auch zum Treffen, Planen, Tun. Wie können wir uns diesen Raum verschaffen? Wie muss er beschaffen sein? Welche Anregungen bieten italienische Centri Sociali oder us-amerikanische Workers Center? Soziale Zentren als offene Räume oder für linke Subkultur? Und wo bleiben die Illegalisierten?
Moderation und Inputs: Berliner Sozialforum, Attac, Initiative für ein Workers Center Rhein-Main

Workshop-Phase III
13:15 – 15:15 h

1. Forderungen als Spiegel gesellschaftlicher Zustände – was, wenn der Spiegel blind ist?
Gesundheitswesen – Ort von Kampagne und Arbeitskampf. Haben Illegalisierte, PatientInnen, ÄrztInnen, Krankenschwestern, Pfleger und Putzfrauen kein gemeinsames Anliegen? Wo treffen sich Recht auf Gesundheit und PatientInneninteressen mit den Arbeitskämpfen ?Verschiedene Kampagnenslogans: Gesundheit ist keine Ware oder für eine gesunde Reform? Aus dem laufenden Betrieb: Wie Gesundheitsmapping geheime Wünsche und versteckte Forderungen sichtbar macht:
Attac (Tobias Michel, ver.di, BR im Krupp-Krankenhaus Essen), TIE, med. Beratungsstelle Hamburg/GesellschafterInnen für Legalisierung

2. Globale Apartheid - globale Rechte
Migrantische Sozialbewegung als Schrittmacher der Globalisierung von unten? Transnationale Organisierung gegen multinationale Ausbeutungsketten? Kommunikation der Kämpfe gegen das Apartheidregime?
Moderation und Inputs: Frassanito-Netzwerk; tie (transnationals information exchange); Precarity Web Ring (Dieser Workshop soll auch die Möglichkeit bieten, Diskussionen der Veranstaltung von Samstag Abend fortzusetzen!)

3. Von individueller Verweigerung bis zum kollektiven Protest - Formen und Grenzen von Widerstandsorganisierungen
An welche individuellen Alltagswiderständigkeiten lässt sich anknüpfen? In welchem Verhältnis stehen diese zum kollektiven Protest? Welche Organisierungsmöglichkeiten existieren jenseits traditioneller Organisationsmodelle?
Agenturschluss in Sachen Verfolgungsbetreuung und 1-€-Jobs; NoLager zu prekären Aufenthalt- und Lebensbedingungen und zum Kampf gegen Lager; glocal group hanau zu Aneignungskämpfen im Alltag .

4. Wer kämpft für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle und wer sind die Bündnispartner?
Von wem wird international die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle getragen? Welche Wege zur Durchsetzung und Beispiele zur Umsetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle zeichnen sich ab? Wie können wir uns künftig effektiver austauschen und miteinander kooperieren?
Anne Allex, Runder Tisch der Erwerbslosen- und Sozialhilfeorganisationen; Avji Sirmoglu, Östereich; N.N. Brasilien, Natalia Menghini, Marta Garcia Piernas (BALADRE) Spanien, N.N. Frankreich

16 Uhr: Abschlußversammlung.

Danach: Hamburg Live

01.05.2006 - 13 Uhr - Euromayday in Hamburg
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