Metallarbeiter in Vigo setzen sich zur Wehr - Polizei griff mit Gummigeschossen an 
Galizien ist eine Region, deren Menschen schon lange daran gewöhnt sind, dass die kapitalistische Marktwirtschaft ihnen keine Perspektiven mehr bieten kann: die Werften sind das naheliegendste Beispiel. In der aktuellen Metalltarifrunde hatten die Unternehmer nur ein Angebot: Keinen neuen Tarifvertrag. Löhne also einfrieren, Arbeitszeiten unbestimmt lassen, so lautet das konkret - im übrigen das weltweit bekannte Kürzungspaket. Die Streikbewegung begann Anfang Mai in den kleineren und mittleren Metallbetrieben - die großen, wie etwa Citroen oder die Werften, haben eigene Tarifverträge. Dem begegneten die Arbeiter mit der Entsendung von Massendelegationen zu den Werkstoren, um Solidaritätsaktionen den Weg zu bahnen, was zunächst bei den Werften schneller passierte, im Verlauf der Tage kam es aber auch bei Citroen zu Aktionen. Der Isolierung in kleineren Betrieben - und im Angesicht der faktischen Nachrichtensperre der Kommerzmedien - begegneten die Belegschaften mit öffentlich zugänglichen Betriebsversammlungen auf Straßen und Plätzen der Stadt, die die ganze Zeit seit Beginn der Auseinandersetzung 10.000 und mehr TeilnehmerInnen hatten. Die offizielle gewerkschaftliche Taktik der drei großen beteiligten Gewerkschaften (Arbeiterkomissionen, UGT und die regionale CIG) liess sich nicht wirklich durchhalten. Seit dem 8. Mai - als Proteste am Bahnhof mit heftigen Repressionsversuchen zu kämpfen hatten - kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Der offizielle Anlaß war die Tatsache, dass die Strassenversammlungen immer auch Verkehrsblockaden bedeuteten. Aber selbst eine kurze Nachrichtenschau aus Spanien zeigt in diesen Tagen, dass quer durchs Land Protesten und Widerstandsaktionen nur noch mit Polizeigewalt begegnet wird, egal wie der konkrete Anlaß jeweils genannt wird. Anfang Juni haben sich nun die Auseinandersetzungen verschärft, weil die Belegschaften einerseits dazu übergingen, die Betriebe zu blockieren und andrerseits der Polizeirepression Widerstand zu leisten - was dann natürlich auch die Medienwirtschaft mobilisierte.
- Die Meldung "Gewaltsame Proteste der Metallarbeiter in Vigo"
vom 4. Juni 2009 bei comprendes.de - in der noch das erste Unternehmerangebot angeführt wird und die Vorgeschichte nicht erwähnt...
- Das galizische linke Portal primeira linha hat unter dem Titel "Sexta jornada de greve no metal do sul da Galiza: operários e operárias enfrentam forças repressivas"
eine Chronologie der jüngsten Auseinandersetzungen publiziert, hier der Stand vom 4. Juni 2009
- Das galizische Nachrichtenportal Vieiros veröffentlichte am Mittwoch den 3. Juni 2009 die Meldung "Os traballadores do metal comezarán unha folga indefinida se a patronal non acepta as súas propostas"
in der unter anderem berichtete wird, dass sich die Regionalregierung als Schlichter zurückgezogen habe, weil die Positionen zu unvereinbar seien...
- Von dreissig verletzten ArbeiterInnen wird in dem Bericht "Resistência operária impom-se à repressom em Vigo: 30 feridos e greve indefinida para a próxima quarta-feira"
vom 4. Juni 2009 bei kaosenlared gesprochen - und von verletzten Polizisten...
- Einen Eindruck von den aktuellen Auseinandersetzungen in der Stadt gibt der Videobericht "Metal de Vigo: Resposta contundente às provocaçons patronais"
vom 4. Juni 2009 auf Youtube.
Eine Stadt im Generalstreik gegen die Krise
„Lebrija ist eine Kleinstadt rund 60 km südlich von Sevilla. Seit dem 18. Februar ist der Ort mit seinen 26.000 EinwohnerInnen schlagartig berühmt geworden - als erste Stadt Spaniens, in der die Bevölkerung einen Generalstreik gegen die Krise und gegen die Vetternwirtschaft der Kommunalregierung durchgeführt hat. Organisiert wurde dieser Streik, an dem sich zwischen 90 und 95 Prozent aller Beschäftigten beteiligt haben, von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT und einem EinwohnerInnen-Komitee, das Erwerbslose vor einigen Wochen gegründet hatten...“ Artikel der FAU-INFO auf Indymedia vom 19.02.2009 
PLUS Sevilla: Berufstätige Mutter bedrängt, verfolgt und schließlich gekündigt
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Freispruch für Nicolás Sguiglia und Javier Toret: Nein zur Kriminalisierung von sozialer und gewerkschaftlicher Aktion
„Nico und Toret versuchten während einer friedlichen Protestaktion in einem Supermarkt in Sevilla zwischen den Prekären und der Supermarktleitung zu vermitteln. Nun sind die beiden Gewerkschafter wegen Raub angeklagt. Sie sollen für 2 Jahre ins Gefängnis...“ Die Übersetzung eines Beitrages auf Indymedia Estrecho mit der Bitte um Proteste
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Solidarität mit entlassener Plusarbeiterin: "Ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf alle von uns"
Ein Bericht mit Bildern über eine Solidaritätsaktion am 21.04.2006 in Krefeld auf der Seite der „Antifaschistische Linke Krefeld“
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Proteste gegen PLUS in Freiburg
„Am 30. März 2006 wurde zeitgleich an allen vier Freiburger PLUS-Filialen gegen die Entlassung von Fátima Fernández durch die "Plus Supermercados S.A" in Sevilla protestiert. Es wurden hunderte Flugblätter verteilt und das Gespräch mit den Angestellten und KundInnen geführt. Wir fordern die sofortige Wiedereinstellung unserer Genossin!...“ Artikel von La Banda Vaga & FAU auf Indymedia vom 30.03.2006
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Plus verletzt Arbeitsrechte von Frauen
Verletzung der Arbeitsrechte von Frauen - Infoveranstaltung der CNT Jérez mit der entlassenen Plus-Arbeiterin Fátima Fernández am 23. März 2006. Übersetzung eines Artikel von der spanischen CNT auf Indymedia vom 01.04.2006
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PLUS entlässt Fátima Fernández (Update)
„(…)Zwischenzeitlich hat die Entlassung der in der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT-AIT organisierten Kollegin zu Protestaktionen in Spanien, Österreich, der Schweiz und Deutschland geführt und ist dabei, sich zum echten Imageproblem für den Lebensmittel-Multi PLUS und den TENGELMANN-Konzern zu entwickeln. Für den Fall, dass die Forderung Fátimas nach Wiedereinstellung nicht erfüllt wird, wurde eine Ausweitung der Protestaktionen auf weitere Städte und weitere Länder, in denen es Märkte der TENGELMANN-Gruppe gibt, in Aussicht gestellt…“ Artikel von FAU-INFO auf Indymedia vom18.03.2006
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PLUS - Der Kampf geht weiter
„Anläßlich des Internationalen Frauentages besuchten Mitglieder der FAU-IAA die Zentrale der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG in Mülheim/Ruhr, um ihrer Forderung nach der Wiedereinstellung der Genossin Fátima Fernandéz, Arbeiterin der PLUS-Filiale ‚Carretera de Su Eminencia' in Sevilla (Spanien) und Mitglied unserer Schwesterorganisation CNT-AIT, Nachdruck zu verleihen…“ Artikel von FAU'ista auf Indymedia vom 08.03.2006
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Flyer: PLUS entlässt junge Mutter die ihre Rechte fordert
Das verteilte Flugblatt der FAU zusammen mit einem Protestfax an PLUS.
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Sonderseite der spanischen CNT 
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Sonderseite der CNT in Sevilla
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Protestaktion vor PLUS-Supermarktfiliale
„Heute protestierten Mitglieder der FAU Berlin vor der PLUS-Supermarktfiliale Gartenstraße/Reinickendorfer Straße. Sie verteilten Flugblätter an die Kundschaft, um auf den Fall Fatima Fernandez in Sevilla (Spanien)hinzuweisen, die entlassen wurde, weil sie die ihr als Mutter zustehenden Rechte eingefordert hat (siehe dokumentiertes Flugblatt unten)…“ Bericht von „classwar“ vom 09.02.2006 bei indymedia
- „In Sevilla kam es zu einem ausserordentlichen Bruch der Menschenrechte von Frauen, nachdem eine 25jährige Kassiererin der [zum deutschen Tengelmann-Konzern gehörenden] Supermarktkette PLUS eine Tochter geboren hatte. Die Mutter beantragte, dass ihre Arbeitsschicht auf bestimmte Uhrzeiten festgelegt werde, damit sie sich um ihr Kind kümmern kann. Nach der Ablehnung dieses Antrags durch die Firma PLUS brachte sie den Fall vors Arbeitsgericht, wo sie ihn schliesslich gewann. Die Firma wurde dazu verurteilt, dieses Grundrecht der Frau zu achten. Weniger als 48 Stunden nach dem Gerichtsurteil hat PLUS die Aufhebung dieser Entscheidung beantragt und ihr gleichzeitig die Kündigung ausgesprochen. Das wurde unter anderem damit begründet, dass ihr "Ungehorsam gegenüber Vorgesetzten und unerlaubte Fehlzeiten" vorgeworfen wurden, weil sie wegen der Gerichtsverhandlung nicht in der Firma erschienen war…“ Artikel auf Indymedia
vom 02.02.2006
Arbeiter besetzen Holcim-Werk in Andalusien
Am letzten Freitag ist die Zementfabrik des Schweizer Multis Holcim in Torredonjimeno (Südspanien) von den Arbeitern besetzt worden. Siehe dazu den Bericht über diesen Kampf , wie er aus den verschiedenen Internetquellen hervorgeht. Trotz Demonstrationen von Tausenden von Menschen, trotz des Protests einer ganzen Gegend, hat Holcim nicht die Absicht, ihre Schliessungspläne zu überdenken. Deshalb braucht es jetzt eine starke internationale Solidarität, die fähig ist, den Schweizer Multi in die Knie zu zwingen, so dass er entweder auf die Betriebsschliessung verzichtet oder das Werk verkauft. Denkbar sind verschiedene Formen des Protests: eine Informationskampagne, Flugblattaktionen vor den Holcim Werken in der Schweiz, eine Protestkundgebung vor dem Hauptsitz des Konzerns usw.
Spaniens Automobilarbeiter im Kampf
„Auch Spaniens Automobilindustrie ist in der Krise und derzeit sind Demonstrationen, das Blockieren von Strassen oder auch Angriffe auf Firmenzentralen an der Tagesordnung. Vor allem sind es derzeit die Arbeiter von Nissan, die auf die Barrikaden gehen, doch auch bei Pirelli radikalisieren sich die Proteste, die auch auf andere Sektoren übergreifen…“ Artikel von Ralf Streck auf Indymedia vom 20.11.2008 
- 1.Sieg für Nissan-ArbeiterInnen in Katalonien
„Nissan hat die Entlassungspläne zurückgenommen, zunächst und hat die Entlassung der halben Belegschaft angesichts des massiven Widerstands in Kurzarbeit für einen Großteil bei 90 % des Lohn verwandelt. Nun soll bis März über einem Industrieplan gearbeitet werden und zu hoffen ist, dass die großen spanischen Gewerkschaften nicht so erbärmlich einknicken wie früher bei Seat, VW oder Mercedes...“ Artikel von Ralf Streck auf Indymedia vom 08.12.2008 mit vielen Links zu den Hintergründen 
Streik im katalanischen Erziehungswesen: 60.000 auf der Straße
Der Streikaufruf der verschiedenen im Bereich organisierten Gewerkschaften wurde zu 90% befolgt, an der Demonstration in Barcelona nahmen 60.000 Menschen teil - neben den Beschäftigten auch viele SchülerInnen und Eltern, und die Stoßrichtung war auch klar: Gegen das Privatisierungsprojekt der Regionalregierung. Der Bericht (mit zahlreichen Fotos) "Éxito rotundo de la huelga de enseñanza en Catalunya" vom 14. Februar 2008 bei Kaosenlared, in dem auch Vertreter versciedener Gewerkschaften interviewt werden.
Spanische ArbeiterInnen im Konflikt mit dem Stuttgarter Multi Behr Group
„Am 21. Dezember 2007 haben sich die ArbeiterInnen des Werkes "Frape Behr" in Barcelona in der Fabrik eingeschlossen. Vorausgegangen war die Ankündigung einer massiven Entlassungswelle seitens der spanischen Tochter des Automobilzuliefer-Multis "Behr Industries" mit Sitz in Stuttgart. Mehr als 300 ArbeiterInnen sollen entlassen werden, andere zu erheblich schlechteren Bedingungen weiterarbeiten müssen. Die Aktion ist der aktuelle Höhepunkt in einer Kette von Mobilisierungen, die mit der Ankündigung der Massenentlassung und der Gründung einer Betriebsgruppe der spanischen Gewerkschaft CNT-AIT im Oktober ihren Anfang nahm…“ Artikel bei der fau mit weiteren Hintergrundinformationen vom 24.12.2007
FRAPE-Behr: Besetzung und Schließungsdrohung
„Der Konflikt um den Rationalisierungsangriff bei FRAPE-BEHR in Barcelona hat sich erneut weiter zugespitzt. Während die Belegschaft die Fabrik weiterhin besetzt hält, hat das Management nach Presseberichten beim katalanischen Arbeitsministerium die Genehmigung zur zeitweisen Totalschließung des Werkes aufgrund von "Sicherheitsbedenken" beantragt. Am Freitag, den 11. Januar wurde außerdem den ersten Beschäftigten ihre Kündigungen per Einschreiben zugestellt…“ Artikel der FAU bei Indymedia vom 12.01.2008
FRAPE-Behr sperrt aus - ArbeiterInnen besetzen Fabrik
„Im Kampf gegen die Massenentlassungen bei der spanischen Tochter des Multis Behr mit Sitz in Stuttgart, verschärft sich die Konfrontation weiter. Auf den lokalen und internationalen Druck hat die Firmenleitung mit dem Versuch einer Aussperrung der Belegschaft reagiert. Diese bekam jedoch davon Wind und besetzte ihrerseits vor Inkrafttreten der Aussperrung erneut die Fabrik…“ Bericht der FAU auf Indymedia vom 10.01.2008
- Barcelona: FRAPE-BEHR-Proteste gehen weiter
„Am Morgen des 03. Januar 2008 haben die ArbeiterInnen von FRAPE-BEHR die Strasse Ronda Litoral in Barcelona blockiert, um neue Protestaktionen zu beginnen. Gleichzeitig haben in über fünfzehn Staaten Gewerkschaftsorganisationen eine internationale Solidaitätskampagne unterstützt, die von der (anarchosyndikalistischen) CNT-IAA zu Beginn der Fabrikbesetzung gestartet wurde…“ Beitrag auf Indymedia vom 05.01.2008
Soli-Postkarte für die ArbeiterInnen bei FRAPE-Behr
Zur Unterstützung von 295 ArbeiterInnen der Firma Frape-Behr, die in Barcelona von Rationalisierung und Entlassung bedroht sind, hat die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft «Freie ArbeiterInnen Union» (FAU-IAA) eine Solidaritätspostkarte herausgegeben. Adressat der Postkarte ist die Konzernleitung des Automobil-Zuliefermultis Behr mit Sitz in Stuttgart. (…) Die Postkarten gibt es Einheiten zu 20 Stück, um an die an FreundInnen und Bekannte weiterzugeben bei fau-mat@gmx.de. Für die Karten und Versand wird eine Solipauschale von EUR 5,- pro Einheit erhoben, die Überschüsse gehen nach Barcelona.“ Weitere Infos auf der Seite der fau 
Drei Jahre Knast für eine kaputte Kamera
„In Spanien ist es 2004 / 2005 zu heftigen Auseinandersetzungen um die Schließung von Werften gekommen. Zwei Gewerkschafter aus Gijón in Asturien wurden jetzt wegen einer dieser Demonstrationen zu drei Jahren Knast verurteilt. Sie sollen eine Kamera zerstört haben, mit der das Werftgelände überwacht wurde. Für dieses drastische Urteil wurde das Gesetz herangezogen, das in Spanien gegen die "Kale borroka", die Straßenmilitanz im Baskenland erlassen wurde…“ Übersetzung eines Artikels aus der Zeitschrift Diagonal von Patricia Simón (Piravan.es), Gijón, auf Indymedia vom 07.07.2007
Streik bei Mercadona
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Der Mercadona-Streik ist beendet, Goliath weigerte sich zu verhandeln - Erklärung der Streikenden zum Ende des Mercadona-Streiks in Spanien
„Wir haben eine Einigung erzielt, die wir nicht erwartet hatten, und wenn wir gut darüber nachdenken und die gegenwärtige Situation in Betracht ziehen, sind wir zufrieden damit. Wir lassen nicht zu, dass auch nur ein Mercadona-Arbeiter sich an unserem Kampf bereichert, wenn er in diesen 13 Monaten des Kampfes auf Leben und Tod gegen Mercadona nichts getan hat. Wir werden mit Sicherheiten gehen, jedeR mit einem Batzen Geld und einem Kompromiss in der Tasche…“ Die Erklärung der Streikenden in einer Übersetzung von Robin bei der FAU vom 05.08.2007
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Mercadona-Streik endet nachdem Geschäftsleitung
gezwungenermaßen Verhandlungen aufnahm
Über ein Jahr lang dauerte der Streik eines (vorwiegend
migrantischen) Teils der Belegschaft des katalanischen Mercadona
an - jetzt mußte die Geschäftsleitung, nach Entlassungsterror,
Auskaufversuchen und Manipulationskampagnen die Segel streichen
und verhandeln. Entschlossenheit, Flexibilität und (weltweite)
Solidarität haben einen wichtigen Erfolg gebracht, so sieht
es die CNT Mercadona in ihrem (spanischen) Bericht "La
huelga de Mercadona ha terminado, Golliat se sentó a
negociar"
vom 30. April 2007 bei "La Haine"
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Ein Jahr Streik, ein Jahr Kampf, ein Jahr Würde
„Am 23. März 2006 begann von der CNT betriebener
ein Streik im Mercadona-Logistikzentrum in Sant Sadurní
d'Anoia, der als Ultima Ratio auf die Verweigerung des Dialogs
durch den die Forderungen der ArbeiterInnen vollständig
ignorierenden Konzern beschlossen wurde. Vor dem Beginn des
Streiks begannen die ArbeiterInnen ihre gewerkschaftliche Arbeit
und konzentrierten ihre Forderungen auf die Sicherheit und Hygiene
am Arbeitsplatz, den Protest gegen den Lohnabzug für die
halbstündliche Mittagspause oder die Freiheit der gewerkschaftlichen
Aktivität, weil der Druck von Seiten der Mercadona-Chefs
immer offensichtlicher wurde. Das alles führte zur Entlassung
einiger Genossen, die dann den Streik auslösten…“
Artikel
vom Internationalen Sekretariat der FAU-IAA
vom 28.03.07
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Brutaler Angriff auf Mitglied des Mercadona-Streikkomitees
"Das hier ist für Mercadona", warfen
ihm die fünf Unbekannten vor, die nachts J.C., CNT- und
Mercadona- Streikkomiteemitglied, aufgelauert hatten während
sie ihm mit Faustschlägen und Tritten misshandelten bis
er ohnmächtig in einer Blutlache auf der Straße liegen
blieb…“ Artikel
von Gaspar Fuster in Linkezeitung
vom 24.10.2006
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Hexenjagd: MERCADONA entläßt einen weiteren
Streikenden
„(Barcelona, 10.10.2006) Mit dieser Entlassung
erhöht sich die Zahl der Kündigungen auf drei seit
Beginn des unbefristeten partiellen Streiks und auf sechs seit
Beginn des Konflikts. Seitdem der unbefristete Streik in partielle
Arbeitsniederlegungen umgewandelt wurde, fährt Mercadona
mit der Entlassung der ArbeitsmigrantInnen fort. Letzte Woche
wurde die Kündigung zweier Gewerkschaftsdelegierter vollzogen,
heute Abend wurde ein Arbeiter aus Costa Rica entlassen. Die
Situation spitzt sich immer mehr zu, da ein weiterer Arbeiter
aufgrund von Krankheit fehlt und sich davon erholt, von fünf
organisierten Individuen brutal zusammengeschlagen worden zu
sein…“ Artikel
von Sindicat d'Oficis Varis de Barcelona in einer Übersetzung
der FAU Dortmund
vom 19.10.2006
-
Unbefristeter in partiellen Streik umgewandelt
„Die ArbeiterInnen von Mercadona kehren nach 179 Tagen
unbefristeten Streiks zur Arbeit zurück. Sie halten unbefristete
partielle Arbeitsniederlegungen im Zeitraum von Donnerstag abend
bis Freitag abend aufrecht. In Valencia führten sie am
16. September die letzte Kundgebung vor der Rückkehr in
den Betrieb nach fast einem halben Jahr Streik durch. Nun wandeln
sie ihn in einen partiellen um und werden mit Protesten wie
denjenigen fortfahren, die sie bis jetzt in Barcelona aufrechterhalten
haben…“ Artikel
von Sindicat d'Oficis Varis de Barcelona
in einer Übersetzung der FAU Dortmund vom 05.10.2006
-
Bilder vom Streik
Es
gibt eine Menge Photos von den Aktionen .
Fast 1400 stehen auf der Seite von flickr.com
- Mercadona bietet dem Ständigen Sekretariat der
CNT 300.000€ für die Entlassung aller Streikenden an
„Seit über 150 Tagen befinden sich nun Arbeiter
des Logistikzentrums von der Supermarktkette Mercadona in Barcelona/Spanien
im Streik. Vor wenigen Wochen versuchte die Geschäftsleitung
den Streik dadurch zu beenden, indem sie Geld für die freiwillige
Kündigung aller Streikenden anbot. Dies wurde von den Streikenden
mit den Worten "Wir sind nicht käuflich" abgelehnt.
Es ist nun umso wichtiger den Streik zu einem guten Ende zu bringen.
Es ist deshalb vonnöten noch mehr Druck gegen die Firma aufzubauen.
Dazu bitten wir euch Nachrichten über den Streik auf eurer
sehr guten Webseite zu veröffentlichen. Auch wenn Mercadona
nur in Spanien existiert, denken wir dass es möglich ist
uns international gesehen zu unterstützen…“ Das
Schreiben der KollegInnen aus Spanien an das LabourNet Germany
vom 26.08.2006 mit weiteren Informationen, Adressen für Proteste,
Solidaritätserklärungen und der Kontonummer für
Spenden.
- Interview mit dem CNT-Gewerkschaftssekretär von
Mercadona
Seit 100 Tagen streiken eine inzwischen abnehmende Zahl
(oft lateinamerikanischer) KollegInnen einer Niederlassung der
Handelskette Mercadona bei Barcelona, vor allem für die Wiedereinstellung
gefeuerter AktivistInnen. Das Interview "100
Tage Streik bei Mercadona" der FAU mit Jose Uribe, Sekretär
der Betriebsgruppe der CNT.
- Mercadona-Streik braucht Unterstützung
Seit Ende März streiken grosse Teile der über
2.000 Beschäftigten des Logistikzentrums für Katalonien
der Billig-Einzelhandelskette Mercadona in der Nähe von Barcelona.
Die Auseinandersetzungen gehen um Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsrechte.
Zahlreiche Beschäftigte hatten sich zuvor an die Gewerkschaft
CNT gewandt, weil sie sich gegen die Arbeitsbedingungen, wie sie
von einem betrieblichen Tarifvertrag, den das Unternehmen mit
der Gewerkschaft der UGT und der eigenen Betriebsgewerkschaft
abgeschlossen hat, zur Wehr setzen wollen, was dazu beitrug, dass
die CNT in diesem Betrieb zur stärksten Gewerkschaft wurde.
Der betriebliche Sekretär der CNT wurde daraufhin ohne Bezüge
für eine Woche "suspendiert" und im weiteren 4
Aktivisten entlassen. Die Besonderheit der Auseinandersetzung
- eine kleine kämpferische Gewerkschaft und ein Unternehmen,
das über grosse gesellschaftliche Macht verfügt, sowie
"etablierte" Gewerkschaften, die sich "raushalten",
erfordert erst recht solidarische Unterstützung.
- Die Sonderseite "Streik
bei Mercadona Sant Sadurní d’Anoia (Barcelona)"
bei der FAU
- Die (spanische) Sonderseite "NOTICIAS
Y COMUNICADOS"
bei der CNT
Gewerkschafter gekündigt, weil er unsichere
Arbeitsbedingungen öffentlich anprangert
„Der Gewerkschaftsfunktionär Antonio Garcia
Ramos wurde am 11. Dezember 2006 ohne triftigen Grund von Iberostar,
dem spanischen Hotel- und Tourismuskonglomerat, gekündigt.
Die Unternehmensleitung beanstandete seine öffentlichen Stellungnahmen,
mit denen er die unsicheren Arbeitsbedingungen der Hotelbelegschaft
und die Weigerung des Unternehmens anprangerte, den Empfehlungen
der Gesundheitsbehörden und des Arbeitsinspektorats nachzukommen.
Mit Unterstützung der IUL kämpft die Gewerkschaft um seine
Wiedereinstellung und um die uneingeschränkte Einhaltung der
Gewerkschaftsrechte bei Iberostar. Ihr könnt diesen Kampf unterstützen,
indem Ihr das folgende Musterschreiben verwendet und eine Botschaft
an die Unternehmensleitung schickt.“ Die
Kampagne der IUL - Uniting Food, Farm and Hotel Workers World-Wide
vom 28.12.2006
"Ich war auch dabei" - Solidaritätsbewegung
mit Iberia-Beschäftigten
Die Besetzung der Landebahnen des Flughafens von Barcelona
im Sommer dieses Jahres hat nicht nur heftigste Debatten über
gewerkschaftliche Rechte und Politik hervor gerufen - sondern auch
die ganz, völlig, absolut und total neutrale Justiz auf den
Plan: erste Verurteilungen in diversen Verfahren - bisher gegen
78 Beschäftigte - stehen an. Dagegen hat sich eine Solidaritätsbewegung
entwickelt, die unter dem Motto "Ich war auch dabei" nicht
nur den Werktätigen des Justizbereichs unbezahlte Überstunden
bescheren möchte, sondern auch dieselben in Verfahrensschwierigkeiten
bringen. Der (spanische) Aufruf "YO
TAMBIÉN ESTUVE ALLÍ"
von Anfang Dezember 2006 bei "Kaosenlared" inklusive aller
Materialien und weiterer Informationen.
Iberia-Beschäftigte besetzen Flugbahn
in Barcelona: "Wir haben die Kontrolle verloren"
Zunächst war es wie so oft: Im Konkurrenzkampf
hatte die Unternehmensleitung von Iberia einen jener besonders einfallsreichen
Sparpläne entwickelt, der die Denkgrenze kapitalistischer Manager
bestimmen muss - Kürzungen, outsourcing und Entlassungen querbeet.
Dann war es weiterhin wie so oft: Die Gewerkschaften (in diesem
Falle die beiden grossen Verbände CCOO und UGT) machten sich
überflüssig, indem sie im Prinzip zustimmten, sozial abgefedert
natürlich. Dann aber war es ganz anders: etwa 1.000 der 2.500
Beschäftigten des Bodenpersonals der Iberia im Flughafen El
Prat (Barcelona) besetzten am 28. Juli die Start- und Landebahnen.
Und während die Meinungsmaschinen des Bürgertums aufjaulten
und Debatten um eine Einschränkung des Streikrechts lostreten
wollen, während Verbraucherverbände Klagen gegen Unternehmen
und Beschäftigte einreichen, gesteht ein düpierter Gewerkschaftsbürokrat
ein, die "Kontrolle" verloren zu haben. Sein Problem,
meinen BasisaktivistInnen und Gewerkschaftsoppositionelle. Die aktuelle
Materialsammlung "Besetzung
in El Prat" vom 22. August 2006.
Wer nicht alles schlucken will... braucht
trotzdem was zu beißen! - Solidarität mit den ArbeiterInnen
von AUSSA
„Die 30 Arbeiter von AUSSA, eines städtischen Abschleppunternehmens in Sevilla, befinden sich seit dem 16. Mai 2005 im Streik. Ihr Ziel ist es, die Wiedereinstellung von vier ihrer Kollegen zu erreichen, die aufgrund eines vorangegangenen Streiks von der Firmenleitung entlassen worden waren. Doch es geht nicht nur um die Zukunft dieser vier Arbeiter und ihrer Familien. Ebenso geht es den Streikenden und ihrer Gewerkschaft CNT-IAA darum, sich gegen eine weitere Verschlechterung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu Wehr zu setzen…“ Artikel bei der fau vom 20.08.2005 mit weiteren Informationen, Links zur Kampagnenseite (auf Spanisch) und Adressen für Protestschreiben. 
Streit um Verkauf von Babcock Borsig
- Konflikt bei Babcock Borsig spitzt sich zu
"Als Reaktion auf den unbefristeten Streik der Belegschaft wurde die Firma inzwischen befristet geschlossen. Gleichzeitig ermittelt nun die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft den Verkauf der spanischen Tochter an die "Austria Antriebstechnik" (ATB). Die Ereignisse überschlagen sich am ehemaligen spanischen Standort des insolventen deutschen Anlagenbauers Babcock Borsig, nachdem die Firma Anfang 2004 an die österreichische Firma "Austria Antriebstechnik" (ATB) ging…“ Artikel von Ralf Streck auf indymedia vom 14.05.2005.
- Arbeiter des insolventen deutschen Maschinenbauers im baskischen Sestao auf der Barrikade. Artikel von Ralf Streck in junge Welt
vom 18.03.2005.
- Siehe auch Babcock Borsig unter Branchen > Sonstige > Maschinenbau
Arbeiter selbst Schuld an Unfällen? Proteste gegen fragwürdige Gerichtsurteile
"In Spanien hat die Debatte um die Sicherheit am Arbeitsplatz neue Nahrung bekommen. Nach mehreren dubiosen Gerichtsurteilen fordert nun auch ein progressiver Richterverband, dass die Justiz bei Arbeitsunfällen ermittelt...." Artikel von Ralf Streck, San Sebastian, im ND vom 18.11.03 
Konflikt beim Telefonunternehmen Sintel
Das spanische Unternehmen Sintel wurde aus dem ehemaligen staatlichen Unternehmen Telefonica als eine der vielen Telefonunternehmen aufgegliedert, um die Löhne der Arbeiter durch verschärfte Konkurrenz zu drücken. Seit 7 Monaten haben die Arbeiter kein Geld von Sintel bekommen und die verbliebenen 1200 Beschäftigten campen seit 28/01/01 direkt vor den Ministerien für Energie, Wirtschaft, Technologie und Forschung in Madrid. Für weitere Informationen siehe Branchen: Medien und Informationstechnik
Spanien droht Generalstreik
Iberia-Piloten beginnen Ausstand, der an zehn wichtigen Urlaubstagen stattfindet. Die spanische Pilotengewerkschaft Sepla will, ab dem heutigen Dienstag beginnend, an zehn Tagen in diesem Feriensommer streiken, um die Fluggesellschaft Iberia in die Knie zu zwingen. Bis zum Montag nachmittag konnte Iberia kein Abkommen mit der Gewerkschaft vorweisen. Vielmehr hatte Iberia-Chef Angel Mullor weiter Benzin ins Feuer gegossen. In einem Interview warf er den Piloten vor, die Fluggesellschaft zu ruinieren. Artikel von Ralf Streck in junge welt vom 19.06.2001 
Streik bei Toroil Diagonal S.A. in Spanien beschlossen und abgesagt!
Die Firmenleitung hat in der Vergangenheit stets abgelehnt, ueber die Forderungen der Betriebsgruppe der CNT zu verhandeln. Die Firma gehoert zu Shell. Der genehmigte Streik wurde fuer mehrere Tage im April ausgerufen, nach erfolgreichen Verhandlungen aber wieder abgesagt. Zu Hintergründen, Forderungen und Soli-Adressen siehe Branchen: Chemie/Toroil
Generalstreik im Baskenland
Der Generalstreik im Baskenland im Mai 1999 wird als ein voller Erfolg bezeichnet. Die baskisch-nationalistischen Gewerkschaften ELA und LAB hatten die Beschäftigten ausgerufen, für die 35-Stunden-Woche und die Einführung eines Sozialhilfe-Gesetzes die Arbeit niederzulegen. Siehe dazu Berichte aus der WoZ:
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